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Prof. Hans-Jürgen Kaschade ist Ehrenbürger der Hansestadt Stendal

v.l. Klaus Schmotz ernennt Prof. Hans-Jürgen Kaschade (Mitte) zum Ehrenbürger der Hansestadt. Stadtratsvorsitzende Thomas Weise überreicht die Ehrenurkunde.
v.l. Klaus Schmotz ernennt Prof. Hans-Jürgen Kaschade (Mitte) zum Ehrenbürger der Hansestadt. Stadtratsvorsitzende Thomas Weise überreicht die Ehrenurkunde.

Oberbürgermeister Klaus Schmotz hatte die Ehre, im Namen des Stadtrates der Hansestadt Stendal, alle Anwesenden zur feierlichen Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Herrn Prof. Hans-Jürgen Kaschade mit folgenden Worten begrüßen zu dürfen:

"Die Hansestadt Stendal hat, der Bedeutung der Ehrung entsprechend, von der Verleihung der Ehrenbürgerschaft bisher sehr zurückhaltend Gebrauch gemacht. So wurde in einem Zeitraum von etwa 180 Jahren bislang 13 Personen diese Ehre zuteil. Selbstverständlich gibt es auch in unserer Stadt Persönlichkeiten, denen das Gemeinwesen zu Dank verpflichtet ist und die Ehrungen verdient hätten. Herausragend aber ist für mich und sehr viele Menschen in dieser Stadt, aufgrund seines vielfältigen Engagements, der Breite und der Intensität seiner Aktivitäten und natürlich insbesondere für seine Arbeit für die Hochschule in Stendal - Professor Hans-Jürgen Kaschade. Der gelernte Tischler und studierte Sozialpädagoge war vor der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes Schulleiter, war Dekan und Rektor einer Fachhochschule in Niedersachsen. Er wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1991 nach Magdeburg abgeordnet und mit dem Aufbau der Fachhochschule Magdeburg beauftragt, etwas später mit dem Aufbau der Fachhochschule Altmark in Stendal. Und so kam Hans-Jürgen Kaschade wieder nach Stendal, in die Stadt die er in Kriegszeiten auf der Flucht aus Ostpreußen mit seiner Mutter, nach kurzem Halt passiert hatte.


Hier rammte er die sprichwörtlichen Pflöcke in die altmärkische Erde, organisierte in ganz kurzer Zeit die ersten Brückenkurse im Fach Betriebswirtschaft in provisorisch hergerichteten Räumen im Stadtgebiet.
Im Jahr 1992 begann mit dem Wintersemester der Studienbetrieb in Stendal.  Am 06.11.1992 gab die Landesregierung die Planung für Stendal als fünften Hochschulstandort bekannt. Als Gründungsrektor der Fachhochschule Magdeburg übernahm Prof. Kaschade den Aufbau des Hochschulstandortes Stendal.
Dank seinem Engagement, seinem Ideenreichtum, seinem zielgerichteten Wirken ist die Hansestadt Stendal heute Hochschulstandort, mit mehr als 2000 Studierenden und einem diese Stadt prägenden Campus, von dem neben den Absolventen auch unzählige Impulse für die regionale Wirtschaft und die Gesellschaft hervor gehen.
Anfang der 2000er Jahre war Prof. Kaschade Geschäftsführer des Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) BIC Altmark. Er hat in dieser Zeit maßgeblich die Entwicklung des Hauses befördert und die Gründung junger Unternehmen in der Region begleitet.
Unter seiner Leitung ist in einer Arbeitsgemeinschaft Stendaler Bürgerinnen und Bürger das Leitbild für die Stadt - "Stendal zieht an"- geschaffen worden.

Im Jahr 1995 gründete Hans-Jürgen Kaschade gemeinsam mit seiner Gattin Hermine die H. u. H. Kaschade Stiftung. Stiftungszweck war damals zunächst die Förderung der Hochschule Stendal, finanzieller Grundstock die Gehaltszulage für Westdeutsche die im Osten tätig waren.
Geleitet vom sozialen Gedanken wurde später der Stiftungszweck auf die Förderung der Internationalität, Kultur und Bildung erweitert. Seit dieser Zeit ist die Kaschade Stiftung in unzähligen Projekten hier in Stendal, in der Region und international erfolgreich tätig. Die Verbreitung der deutschen Sprache durch das Literaturhilfswerk, die Unterstützung eines Sprach- und Kulturzentrums in Litauen sind Beispiele.

Das Stiftungsgebäude in der Weberstraße bietet unter anderem Räume für Dozenten oder Stipendiaten.
Das bereits 5. Künstlerstipendium der Stiftung holt junge Kunstschaffende in die Stadt.  Die Unterstützung der Kinder-Uni und "Jugend forscht", die Osterburger Literaturtage, und viele Projekte innerhalb der Stendaler Hochschule sind jährliches Programm der Kaschade Stiftung in der Stadt. Für das Winckelmann-Museum holte Prof. Kaschade - selbst Mitglied der Winckelmann-Gesellschaft - nicht nur das Trojanische Pferd nach Stendal, sondern unterstützte auch aktiv den Bau des Kinder- und Erlebnismuseums. Die Stendaler Lichttage sind in diesem Jahr zum 3. Mal das herausragende kulturelle Ereignis im Herbst, dass tausende Besucher in die Stadt bringt und auf geniale Weise die Architektur unser historischen Bauten und auch der modernen Sehenswürdigkeiten Stendals künstlerisch verarbeitet. Meine Aufzählung muss an dieser Stelle unvollständig bleiben.

Prof. Hans-Jürgen Kaschade ist eine Persönlichkeit die uns mit ihren schonungslos realistischen Analysen des Zeitgeschehens, mit ihrem universellem Sachverstand und globalem Horizont immer wieder fasziniert und deren Bodenständigkeit uns gleichzeitig in Erstaunen versetzt. Die aktuellen Themen aus der Wirtschaft und der Politik treiben ihn unaufhörlich um, seine kritische Herangehensweise bei der Bewertung ist immer gepaart mit positivem Denken und hält stets eine zukunftsweisende Lösung bereit. Beispielhaft zu nennen sind seine Abhandlungen zur Situation der zu uns gekommenen Geflüchteten. Hier hat er die propagierten Erwartungen auf den Boden der Tatsachen gestellt und gleichzeitig angepackt.
Ein Projekt bei dem Geflüchtete beschäftigt werden und dabei die deutsche Sprache erlernen, sich mit unserer Kultur und Lebensweise vertraut machen können, geht bereits in die zweite Runde.
Allein dies zeigt anschaulich, mit welch großem Einsatz, Zielstrebigkeit und sozialer Kompetenz Hans-Jürgen Kaschade für die Entwicklung unserer Stadt, für das Wohl der Menschen die in ihr leben wirkt.

Mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Prof. Kaschade setzen wir ein Zeichen. Wir machen deutlich, wen und was unsere Stadt schätzt, wer und was ihr wichtig sind. Zwar ist Ehre in unserer Zeit vielleicht ein altmodischer Begriff - aber das, was dahinter steht, wenn jemand zum Ehrenbürger ernannt wird, das ist überaus aktuell.
Denn ohne Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, die es zu ihrer Aufgabe machen, etwas zum Wohlergehen ihrer Stadt, unserer Gesellschaft zu tun, ist unser Leben nicht denkbar, kann eine moderne Bürgergesellschaft nicht nachhaltig funktionieren. Heute findet die Leistung unseres Mitbürgers Hans-Jürgen Kaschade in der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Hansestadt Stendal eine angemessene Würdigung.

Ich gratuliere ihnen, sehr geehrter Herr Prof. Kaschade, im Namen des Stadtrates und unserer Bürgerschaft, herzlich zur Ehrenbürgerschaft unserer Stadt und bedanke mich für alles, was Sie für die Hansestadt Stendal und ihre Bürgerinnen und Bürger getan haben."

Die Hochschulrektorin Anne Lequy und der Vorsitzende der Kaschade-Stiftung, Tilman Tögel, würdigten ebenso die Verdienste unseres Ehrenbürgers. Die Stendaler Rolandmusikaten begleiteten musikalisch den Festakt.




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