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Städtekooperation Arneburg / Hansestadt Stendal / Tangermünde

AusgangssituationLogo Städtedreieck

Der Raum Arneburg, Hansestadt Stendal und Tangermünde in dem zu Beginn der 90er Jahre über 62.000 Menschen lebten und der enge wirtschaftliche, zentralörtliche und siedlungsstrukturelle Verpflechtungen aufweist, hatte nach der Wende durch das Wegbrechen ganzer Industriezweige und durch den enormen Bevölkerungsverlust (heute noch ca. 49.000 Einwohner) erhebliche strukturelle Probleme zu bewältigen. Auch für die Jahr 2010 bis 2025 wurde ein weiterer Rückgang der Einwohnerzahlen um fast 20% prognostiziert.

Mit dem weiteren Rückgang der Einwohnerzahlen geht eine deutliche Zunahme des Altersdurchschnitt einher. Vor allem dieser demografische Wandel wird die drei Städte vor erhebliche strukturelle Probleme stellen, die von einer zunehmenden Nachfrage nach altersgerechten Dienstleistungen, über den Mangel an qualifiziertem Personal für Produktions- und Dienstleistungsunternehmen oder Bildungseinrichtungen bis hin zum Umbau von gebauten Stadtstrukturen aufgrund überdimensionierter stadttechnischer Infrastrukturen oder des weiter zunehmenden Wohnungsleerstandes reichen.

Jedoch leben, auch bei zurückgehenden Einwohnerzahlen, langfristig mehr als ein Drittel der Einwohner des Landkreises Stendal in diesem Dreieck. Hier konzentrieren sich nicht nur die wichtigsten Industriestandorte und damit Beschäftigung und Wirtschaftskraft des Landkreises, sondern auch Handel- und Dienstleistungen, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie touristische Angebote.

Die Hansestadt Stendal ist der wichtigste Verkehrsknoten im Landkreis. Mit der geplanten Verlängerung der Bundesautobahn A 14 werden auch die wirtschaftlichen und siedlungsstrukturellen Verpflechtungen der Stadt mit ihrem Umland weiter zunehmen.

Geleitet von der Erkenntnis, dass sowohl die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam bewältigt, als auch die vorhandenen Entwicklungspotentiale zusammen besser genutzt werden können, wollen die drei Städte ihre Zusammenarbeit vertiefen und zunehmend arbeitsteilig kooperieren. Jede Stadt versteht sich dabei als Partner der Städtekooperation und will dafür unter Berücksichtigung der eigenen spezifischen Stärken und Schwächen ein eigenes Entwicklungsprofil erarbeiten, dieses mit den anderen Partnern abstimmen und umsetzen.

Die drei Städte sind sich dabei ihrer zentralörtlichen Bedeutung für den Landkreis Stendal und benachbarter Territorien bewusst. Als Wirtschafts- und Einwohnerschwerpukte sowie wichtiger Infrastrukturknoten verfügen sie über Voraussetzungen, um wichtige Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge, vor allem im Bereich Bildung und Kultur, Gesundheitsversorgung und Pflege für alle Einwohner des Landkreises in hoher Qualität vorzuhalten. Mit der Städtekooperation sollen die Ressourcen so gebündelt und zukünftige Entwicklungen abgestimmt werden, um qualitativ hochwertige Leistungen der öffentlichen Daseinsvorsorge auch weiterhin nicht nur für die eigenen Einwohner, sondern auch für Bewohner des Landkreises Stendal vorzusehen und auszubauen.

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