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Tag des offenen Denkmals am 09.09.2018

OB bei Eröffnung des TdoD in der Jacobikirche
OB bei Eröffnung des TdoD in der Jacobikirche

Am vergangenen Sonntag, den 9. September 2018 wurde bereits zum 25. Male der Tag des offenen Denkmals bundesweit zelebriert. An diesem Tag, koordiniert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, öffnen Denkmäler in ganz Deutschland ihre Türen, um allen inte-ressierten Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, wie vielfältig und reichhaltig unsere Denk-mallandschaft ist. Die Hansestadt Stendal beteiligt sich bereits seit vielen Jahren an diesem Tag und engagiert sich für den Denkmalschutz in unserer Region. Mittlerweile beteiligen sich alljährlich über 30 Teilnehmer aus der Stadt und allen Ortsteilen und präsentieren der Öffent-lichkeit denkmalgeschütztes Kulturgut, historische Sammlungen und spannende Vorträge zum Thema Denkmalschutz. Das diesjährige Motto "Entdecken was uns verbindet" haben unsere Organisatoren und Partner wörtlich genommen und überlegten sich, welche Struktu-ren Orte und Menschen miteinander verbinden. Die Antwort: Wege! Der Tag des offenen Denkmals 2018 stand bei uns deshalb ganz im Zeichen von Pilgerwegen und Postkutscher-wegen. Beides kann eine reichhaltige Historie in der Hansestadt Stendal vorweisen.

Thematisch passend wurde der Tag um 10:00 Uhr in der Jacobikirche eröffnet, Stendals Station auf dem wohl bekanntesten Pilgerweg Europas: dem Jakobsweg. Oberbürgermeister Klaus Schmotz begrüßte die ca. 80 Gäste die sich in der Kirche eingefunden haben, betonte die Vielfalt möglicher Interpretationen, die dieses Motto zulässt und stimmte alle An-wesenden auf einen interessanten Rückblick in die Geschichte und einen Tag im Zeichen des Denkmalschutzes ein.

Pfarrer Thomas Krüger führte die Anwesenden anschließend nicht nur theoretisch durch die jahrhunderte alte Geschichte des Ortes, sondern führte auch ganz praktisch durch seine Kirche, je weiter er in der Zeit voranschritt. Er berichtete von den Anfängen als erster heiligerr Ort in Stendal, den verschiedenen Zu- und Ausbauten und der Bedeutung den der Pilgerweg für die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung unserer Hansestadt einnahm. Denn Pilgerwege waren auch Kommunikationswege. Den reisenden Pilgern wurden gern Nachrichten mitgegeben, die sich so im ganzen Land verbreiteten.

Stendals Entwicklung zu einem wichtigen Verkehrs- und Kommunikationszentrum wurde durch seine Position an diesem Weg also entschieden mit vorangetrieben. "Heutzutage gibt es andere Möglichkeiten, Informationen weiterzutragen, eine davon ist die Post.", womit Pfarrer Krüger geschickt einen thematischen Bogen zum zweiten Schwerpunkt dieses Jahres spannte.

Effektvoll präsentierte Marie Sibbel, Trompeterin der Musikschule Stendal, den Anwesenden klassische Signale der Königlich Preussischen Postillione, die allen lebhaft vor Ohren führten, wie sich die Post in der Vergangenheit ankündigte. Frau Bärbel Hornemann, zuständig für Denkmal- und Bodendenkmalschutz im städtischen Bauaufsichtsamt, führte mit ihrem Vortrag in die Geschichte der historischen Poststationen und Postkutscherwegen, die sich in der Stendaler Kernstadt nachvollziehen lassen, ein. Getreu des Leitmotivs der Wege beließ aber auch sie es nicht bei einem einfachen Vortrag. Nach einer Einführung nahm sie alle Interessierten auf einen Rundgang entlang alter Poststationen mit, die den Gästen zeigten: die Geschichte umgibt uns überall. Von der Jacobikirche hin zum Winckelmann-Platz und anschließend über die Poststraße zur Gaststätte Klöppel wurden viele wichtige Stationen der Postgeschichte gezeigt und wissenswertes zur städtischen Postgeschichte beigebracht. Gaststätte Klöppel stellt die letzte nachgewiesene Posthaltestation dar und solche Stationen waren oft mit einer Gelegenheit zum Essen und Ruhen verbunden. Die Gaststätte besteht bis heute und deshalb konnten alle Teilnehmer sich nach dieser wörtlichen und sinnbildichen Reise entlang verschiedener Wege, bei einem "Postkutscherimbiss", zubereitet nach alten Rezepten der zeit, stärken.

Die Hansestadt Stendal dankt allen Partnern und Unterstützern, die diesen Tag überhaupt erst ermöglichen. Der Tag des offenen Denkmals ist nach 25 Jahren zu einer festen Konstante geworden und wir freuen uns darauf, auch 2019 zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern in den Denkmälern der Stadt willkommen zu heißen.

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