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Ortschaften der Hansestadt Stendal

Zur Hansestadt Stendal gehören, neben der Kernstadt, noch weitere 18 Ortschaften - mit insgesamt 30 Ortsteilen.

Diese stellen wir Ihnen an dieser Stelle kurz einzeln vor.

  1. Ortschaft Bindfelde

    Kirche Bindfelde

    Bindfelde ist ein typisch altmärkisches Straßendorf vor den Toren der Hansestadt Stendal. Der Ortsteil hat 220 Einwohner (Stand: 31.12.2016) und liegt unmittelbar an der ICE-Strecke Hannover - Berlin. Das ursprünglich stark landwirtschaftlich geprägte Dorf wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 09.06.2012 kann Bindfelde auf ein 800 - jähriges Bestehen zurückblicken.

    Im Jahre 1999 erfolgte die Eingemeindung nach Stendal, nachdem sich die Bindfelder mehrheitlich für einen Beitritt zur Stadt Stendal ausgesprochen hatten. Bereits vorher bildeten die beiden Kommunen eine Verwaltungsgemeinschaft. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Ortes stellt die Feldsteinkirche mit ihrem Fachwerkturm und der gepflegten Außenanlage dar. 1964 wurde der Kirchturm neu eingedeckt. Damals brachten die Kirchenmitglieder das Geld aus Spenden auf. Die Freiwillige Feuerwehr und der Förderverein der FFW prägen mit ihren Veranstaltungen entscheidend das kulturelle Leben des Dorfes; dazu trägt auch der Landgasthof bei, der seit 1858 als Familienbetrieb geführt wird.

    1998 wurde mit dem Bau eines Feuerwehrhauses begonnen, in dem seit 1999 auch das Gemeindebüro untergebracht ist. Des Weiteren existiert in Bindfelde ein privater Kindergarten sowie eine private Grundschule. Die 1999 erfolgte Aufnahme der Gemeinde in das Dorferneuerungsprogramm brachte erhebliche Impulse für die Renovierung der Bausubstanz; hier ist besonders die 2004 entstandene neue Dorfstraße zu erwähnen.

    Im Jahre 2008 konnte im Ortsteil Charlottenhof ein Löschteich eingeweiht werden, nachdem Straßen- und Gehwegbau erfolgreich abgeschlossen worden sind.

    Ortsteil-Büro: OT Bindfelde, Bindfelder Dorfstraße 7, 39576 Hansestadt Stendal, Bei Nachfragen bitte an 03931 65-1361 wenden

    E-Mail: stadt@stendal.de

    Ortsbürgermeister: Herr Oliver Nitz

  2. Ortschaft Borstel

    Kirche Borstel

    Stendals Ortsteil Borstel hat 562 Einwohner (Stand: 31.12.2016) und liegt nördlich der Stadt in einer stark landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Der als Ringdorf unterhalb der Kirche angelegte Ort, dessen Name Schutz bzw. Behausung bedeutet, wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt.

    Haupterwerbszweig der Bewohner/innen waren Landbau und Viehzucht, wie an den typischen Hofanlagen noch erkennbar ist. Die Ansiedlung eines Hartsteinwerkes Ende des 19. Jahrhunderts brachte auch Arbeitsplätze im industriellen Bereich. Bedeutung für den Ort erlangte auch der ab 1934 errichtete Flugplatz, zu dem eine Fallschirmjägerschule gehörte. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde Borstel durch Handlungen, die dem Flugplatz galten, in Mitleidenschaft gezogen. Nach Ende des Krieges bis zum Abzug der sowjetischen Truppen waren dort Hubschrauber- und Jagdflugzeugverbände der Roten Armee stationiert. Heute dient der Flugplatz vor allem als gefragter Start- und Landeplatz für zivile Sport- und Geschäftsflüge.

    Seit 1973 gehört Borstel zur Hansestadt Stendal. Eine besondere Sehenswürdigkeit des Ortes ist die 1249 auf einem Hügel erbaute Wehrkirche aus Feldstein. Sie wurde 1856 umgebaut, wobei der Eingang und der Turm verändert wurden. Vom Kirchturm aus hat man eine gute Rundumsicht in die typische Umgebung von Borstel. Besucher/innen, die die Ruhe lieben und die altmärkische Landschaft genießen möchten, können - vielleicht nach einem Besuch des Tierheims - die Wege nutzen, die in die Wiesen- und Weidelandschaft bis zur Uchte führen. Einheimische Vögel und Rehwild sind in der Natur zu beobachten.

    Auch die 1827 erbaute "Alte Schule" am Lindenplatz ist erwähnenswert. Das Fachwerkhaus steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute zum einen den Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr, zum anderen eine Bauernstube, die zugleich Gemeinderaum ist.

    Seit 1992 sind in diesem Gebäude umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen worden, an denen sich auch die Bürger/innen beteiligten. Durch die Errichtung und Gestaltung einer Freizeitwiese, eines Kinderspielplatzes, eines Bolzplatzes für die Jugend und eines Begegnungsparks wurde der Bereich weiter aufgewertet. Das kulturelle Leben des Dorfes wird vor allem durch die 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr und durch die Dorfvereine geprägt.

    Im Rahmen der Dorferneuerung, gefördert vom Land Sachsen - Anhalt, wurde eine Infrastruktur geschaffen, die Gewerbe und Handwerksbetriebe, aber auch Eigenheimbauer interessant finden.

    Ortsbürgermeister: Herr Norbert Lindstedt, OT Borstel, Dorfstraße 7, 39576 Hansestadt Stendal, Privat-Tel.: 03931 715270

  3. Ortschaft Buchholz

    Buchholz im Winter

    Buchholz liegt an der B189 auf dem Tangermünder-Buchholzer Höhenzug, etwa 9 Kilometer südwestlich von Stendal. Heute leben hier 258 Menschen (Stand: 31.12.2016). Durch eine lockere Bebauung und einen schönen, gepflegten Dorfanger mit Teichen in seiner Mitte ist der Ort einzigartig in dieser Gegend.

    Eine Besonderheit ist, dass Buchholz Mitglied in dem Verein "Buchholz meets Buchholz" ist. Hier haben sich deutschlandweit Orte mit demselben Namen zu einem Verein zusammengeschlossen. Die regelmäßigen Treffen finden immer in einem anderen Ort namens Buchholz statt.

    Die erste urkundliche Erwähnung ist für das Jahr 1209 nachgewiesen, wobei der Ort bereits seit dem 10. / 11. Jahrhundert besteht. Der Name Buchholz ist deutschen Ursprungs und kann abgeleitet werden von "Buchenwald". Dies ist darin begründet, dass der Ort früher von dichten Buchenwäldern umgeben war.

    Buchholz, ein typisches Haufendorf, war ursprünglich die Heimat der Familie von Buchholz.

    Aus einem alten Schriftstück wird ersichtlich, dass Markgraf Otto dem Kloster Neuendorf im Jahre 1254 mehrere Lehnstücke vereinigte, eines davon war das Dorf bocholte. In den beiden folgenden Jahrhunderten kaufte das Domstift von verschiedenen Personen Besitzungen in Buchholz.

    Im Jahre 1895 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.

    Sehenswert sind die an der Hauptstraße befindlichen Kriegerdenkmäler. Hierbei handelt es sich zum einen um das Kriegerehrendenkmal für die 18 Gefallenen Buchholzer im 1. Weltkrieg. Zum anderem befindet sich an der Hauptstraße ein Gedenkstein, der an die 15 gefallenen Soldaten des Ortes während des 2. Weltkrieges erinnert. Dieser wurde am 03.10.1990 eingeweiht.

    In Buchholz befindet sich eine vierteilige romanische Feldsteinkirche, die um 1140 errichtet wurde. Sie zählt zu den am besten erhaltenen Findlingskirchen des Kreises. Das Schmuckstück und gleichzeitig älteste Inventarstück der Kirche ist ein aus dem 12./13. Jahrhundert stammender Taufstein aus Granit.

    Jährliche Feste der Dorfgemeinschaft sind die Dorffeste am 1. Mai und am 3. Oktober sowie die Kinder- und Seniorenweihnachtsfeiern.

    Ortsteil-Büro: OT Buchholz, Steege 12, 39576 Hansestadt Stendal, Sprechzeiten: individuell nach Vereinbarung

    Ortsbürgermeister: Guido Hahne

  4. Ortschaft Dahlen

    Kirche Dahlen

    Die Ortsteile Dahlen, Gohre, Welle und Dahrenstedt liegen an der B189 zwischen Stendal und Buchholz am Rande der Uchteniederung. Diese Orte schlossen sich nach dem 2. Weltkrieg zur Gemeinde Dahlen zusammen. Insgesamt leben hier 548 Bürgerinnen und Bürger (Stand: 31.12.2016).

    Der Feuerwehr- und Landfrauenverein Gohre sowie der Feuerwehr- und Heimatverein Sankt Florian Dahlen unterstützen die Einwohner/innen bei vielen freizeitlichen Aktivitäten. Besonders hervorzuheben sind hierbei das Weihnachtsbaumverbrennen in Dahlen, das Osterfeuer in Gohre und Dahrenstedt, das Maifeuer sowie das Dorffest in Dahlen.

    Ortsteil Dahlen

    Dahlen ist ein typisches Straßendorf mit 245 Einwohnenden (Stand: 31.12.2016). Als Gründungsjahr wird 1236 angenommen. Der Ort ist wahrscheinlich nach dem im Jahre 1236 erwähnten Ritter Georg von dalhem benannt worden.

    Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort vollständig verwüstet. Die meisten Häuser sind jedoch wieder aufgebaut worden.

    Interessant zu wissen ist, dass ein Bauer im Jahr 1928 beim Anlegen einer Spargelplantage auf eine alte Grabstätte stieß. Die Urnen, die hierbei entdeckt wurden, stammen wahrscheinlich aus der Zeit um 700 v. Chr.

    Eine Sehenswürdigkeit ist die auf dem Lindenplatz befindliche romanische Feldsteinkirche. Hierbei handelt es sich um einen dreiteiligen Findlingsbau, der in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde.

    Das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde 1921 eingeweiht.

    Die in Dahlen befindliche Kita wurde in den 50er Jahren gegründet. In der Einrichtung, die den Namen "Die kleinen Strolche" trägt, werden Kinder bis hin zum Schuleintritt betreut.

    Ortsteil Dahrenstedt

    Kirche DahrenstedtDahrenstedt hat 72 Einwohnende (Stand: 31.12.2016), wurde im Jahre 1160 unter dem Namen "Thornstede" gegründet und ist genau wie Dahlen ein typisches Straßendorf.

    Auch in Dahrenstedt befindet sich eine kleine romanische Feldsteinkirche, deren Kapelle in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.

    Ein Anziehungspunkt ist der Kunsthof Dahrenstedt, der von Frau Monika von Puttkamer und Herrn Hejo Heussen geführt wird. Hier finden während der Saison bis zu vier Vernissagen statt. Vertreten sind auch Künstler, die auf dem Hof gearbeitet haben. Weiterhin kann man hier Kunstwerke zeitgenössischer Künstler sowie Reproduktionen aus dem Angebot internationaler Museen erwerben.

    Des Weiteren befindet sich in Dahrenstedt seit September 2003 das vom Kunsthof unabhängige Malstübchen von Frau Rosemarie Grunow, in dem man u.a. Malunterricht nehmen kann. Außerdem organisiert Frau Rosemarie Grunow Ausstellungen. Beispielsweise wird ein Mal im Jahr ein Gartenfestival durchgeführt, bei dem auch die Malschüler/innen ihre Bilder ausstellen.

    Ortsteil Gohre

    Kirche in GohreGohre, ein typisches Rundlingsdorf, wurde höchstwahrscheinlich im Jahre 1290 gegründet und hat 152 Einwohnende (Stand: 31.12.2016).

    Gohre lässt sich vom slawischen Wort "gora" ableiten und bedeutet "Höhe". Der Ort ist Stammsitz der alten Familie von Gohre.

    Das wahrscheinlich einschneidendste Ereignis fand im Jahr 1823 statt: Ein Brand zerstörte große Teile des Dorfes. Die Häuser wurden jedoch wieder aufgebaut.

    Die romanische Feldsteinkirche wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Patron der Kirche war ursprünglich das Kloster Wolmirstedt. Bei dieser Kirche handelt es sich um einen vierteiligen Findlingsbau.

    Ortsteil Welle

    Kirche WelleWelle, etwas abseits der Bundesstraße 189 gelegen, ist eine Gutsgründung der Familie von Bismarck aus dem Jahre 1151 und hat 79 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016). Der Ortsname ist herzuleiten vom althochdeutschen Wort "wila" und bezeichnet ein einzelnes Haus. Reste der alten Gutsmauer sind noch heute entlang der Dorfstraße zu sehen.

    Auf dem Bismarck`schen Gutshof fand bis 2007 unter dem Thema "LandKultur" regelmäßig das Weller Gartenfestival statt. Interessierte konnten dann Vorträgen zur Gartenkunst und Pflanzenkunde lauschen, an Lesungen aus der Gartenliteratur teilnehmen oder regionale Produkte erwerben.

    Einen Blickfang stellt die romanische Gutskirche aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts dar. Es handelt sich um einen dreiteiligen Findlingsbau. Der Kirchturm wurde höchstwahrscheinlich erst zu einem späteren Zeitpunkt errichtet. Im Kircheninneren kann man einen Kanzelaltar und einen Herrschaftsstuhl bestaunen. Beide Gegenstände wurden etwa zwischen 1770 und 1780 gefertigt. Die Kirche in Welle ist die kleinste der romanischen Kirchen in der Umgebung.

    Ortsteil-Büro: OT Gohre, Kleine Gohrer Straße 5, 39576 Hansestadt Stendal

    Sprechzeiten: jeweils von 18.00 -19.00 Uhr vor einer Sitzung (immer im Wechsel zwischen Dahlen und Gohre)

    Ortsbürgermeisterin: Frau Christel Güldenpfennig

  5. Ortschaft Groß Schwechten

    Kirche Groß Schwechten

    Ortsteil Groß Schwechten

    Groß Schwechten befindet sich etwa 10 Kilometer nordwestlich von Stendal und 13 Kilometer südsüdöstlich von Osterburg an der B189. Peulingen und Neuendorf am Speck schlossen sich am 01.10.1973 mit Groß Schwechten zusammen. In Groß Schwechten mit seinen Ortsteilen leben 522 Einwohnende (Stand: 31.12.2016).

    Im Ortsteil Groß Schwechten leben 315 Einwohner (Stand: 31.12.2016). Eine Besonderheit von Groß Schwechten ist das Wappen, auf dem eine Wiege, ein Ring und ein Eichenblatt abgebildet sind. Hierin spiegelt sich die Sage um die "Krepe" wider. Die "Krepe", eine Burg mitten im Eichenwald, lag dicht an der Uchte, rund eine Meile nördlich von Stendal. Leider sind heute hiervon nur noch ein Burghügel und ein Burgwall vorhanden. Diese wurden im Jahre 1986 zum Bodendenkmal erklärt.

    Vereine wie der Landsportverein mit den Bereichen Gymnastik und Kegeln, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der Männergesangsverein tragen durch ihre Veranstaltungen zur Bereicherung des kulturellen Lebens des Ortes bei. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Turngruppe der Senioren und die Ortsgruppe der Volkssolidarität. So findet in Groß Schwechten beispielsweise jährlich ein Weihnachtsmarkt statt.

    Groß Schwechten, ein typisches Haufendorf mit rein landwirtschaftlichem Charakter, wurde im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Damals war die Gemeinde noch unter dem Namen "grotinswachten" bekannt. Der Namenszusatz "Groß" zeugt von germanischem Ursprung. Es ist nachgewiesen, dass Groß Schwechten bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung existiert hat. So erfolgte die erste Besiedlung des Ortes um 800 durch die Semonen.

    Das wichtigste Gebäude des Dorfes ist die Feldsteinkirche. Hierbei handelt es sich um einen vierteiligen Findlingsbau. Die Bauarbeiten an der Kirche wurden im Jahre 1150 beendet. In der Kirche befindet sich nicht nur eine Gedenktafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, sondern auch eine Ernst-Roever-Orgel. Diese erhielt die Kirche im Jahr 1913. Die Kirche steht seit Dezember 1976 unter Denkmalschutz.

    Ein Treffpunkt der Einwohner/innen ist das Dorfgemeinschaftshaus des Ortes. Es wurde 2003 nach einem zweijährigen Umbau feierlich eingeweiht. Das Gebäude verfügt über eine Kapazität von 80 Plätzen. Im oberen Stockwerk des Dorfgemeinschaftshauses ist eine vollautomatische Kegelbahn. Diese wurde sogar schon für große Wettkämpfe genutzt.

    Ortsteil Peulingen

    Kirche PeulingenPeulingen, westlich der B189 gelegen, ist bereits vor 300 n. Chr. durch Thüringer gegründet worden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort jedoch erst im Jahre 1204.

    Die Kirche in Peulingen ist ein kleiner rechteckiger Feldsteinbau ohne Chor und Altarraum. Sie stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Auffällig ist die Bauart des Kirchturmes, da dieser nach fränkischem Muster errichtet wurde. In Peulingen leben 103 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Neuendorf am Speck

    Kirche NeuendorfNeuendorf am Speck, ein reines Bauerndorf, befindet sich ebenfalls westlich der B189. Der Ort soll bereits kurz nach 568 durch die Sachsen gegründet worden sein. Die erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1212 unter dem Namen "Nyendorp".

    Es wird vermutet, dass Neuendorf am Speck bis in das vorige Jahrhundert hinein nur durch unbefestigte Feld- und Wiesenwege mit der Umgebung verbunden gewesen ist.

    Die Feldsteinkirche des Ortes ist um 1200 entstanden. 104 Einwohner/innen zählt Neuendorf am Speck (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil-Büro: OT Groß Schwechten, Endstraße 1, 39576 Hansestadt Stendal, Sprechzeiten: individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeister: Herr Norbert Kammrad

  6. Ortschaft Heeren

    Heeren Taubenturm

    Heeren, genauer gesagt Westheeren, wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt. Die erstmalige urkundliche Erwähnung Ostheerens erfolgte ein Jahr darauf. Bei diesen beiden Orten handelte es sich um zwei eigenständige Orte, die sich erst im Jahre 1934 zusammenschlossen.

    Der Name "Heeren" ist abgeleitet von har, hari, here und bedeutet "sandiger Höhenzug".

    Heute leben dort 563 Menschen (Stand: 31.12.2016).

    Heeren liegt an der L32 westlich des Urstromtals der Elbe auf dem Tangermünder Höhenzug.

    Das einschneidendste Ereignis fand am 24. April 1858 statt: In Ostheeren wütete ein Großbrand, der den gesamten Ort in Schutt und Asche legte. An den wieder aufgebauten Häusern erinnern Gedenktafeln an die Feuersbrunst.

    Das Straßendorf Heeren ist gekennzeichnet durch Vier-Seiten-Höfe.

    In der Mitte Heerens befindet sich der Dorfplatz mit dem Denkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges. Das Denkmal wurde aus einem 700 Zentner schweren Findling gefertigt, den man im Jahre 1920 beim Scheunenbau auf dem Schernebeck`schen Hof entdeckte und ausgrub.

    Sehenswert ist auch die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtete romanische Feldsteinkirche. Sie ist eine Schenkung der Markgrafen Johann II. und Otto IV. Einen Blickfang stellt ebenfalls der Fachwerktaubenturm dar.

    Im Norden der Gemarkung Heeren kann man die "Rohrwiese" und den "Karpfenteich", die unter Naturschutz stehen, mit ihrem Reichtum an Lurchen und Vögeln finden.

    Vereine, wie z.B. der Heerener SV 1949 e.V., der Reit- und Fahrverein, der Heimatverein Heeren e.V., die Aktiv-Frauen, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der KTSC "Treuer Husar" tragen zur Bereicherung des kulturellen Lebens bei.

    Ortsteil-Büro: OT Heeren, Sälinger Straße 24, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 213690, Sprechzeiten: individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeister: Herr Wolfgang Eckhardt

  7. Ortschaft Insel

    Heimatmuseum Insel

    Ortsteil Insel

    Insel liegt in der Uchteniederung an der B188. Die Entfernung zu Stendal beträgt etwa 10 km. Der Ort wurde im Jahre 1238 unter dem "insula slavica" erstmals urkundlich erwähnt. In Insel leben 451 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016). Der lateinische Begriff "insel" ist mit "Werder" zu übersetzen. Bereits im Jahr 1282 war der Ort Insel in zwei Dörfer (Ost- und West-Insel) geteilt.

    Landwirtschaftlich interessierte Gäste kommen um einen Besuch in dem Heimatmuseum in Insel nicht herum. Zu sehen sind hier zahlreiche historische Ausstellungsstücke, wie bäuerlicher Hausrat und rund 200 landwirtschaftliche Maschinen und Gerätschaften.

    Die vierteilige romanische Feldsteinkirche wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Patron der Kirche waren zunächst Freiherr von Cramm als Besitzer des Rittergutes und 13 Landwirte aus Insel und Umgebung.

    In Insel befindet sich die Kindertagesstätte "Inselspatzen". Hier werden Kinder bis zum 6. Lebensjahr betreut.

    Ortsteil Döbbelin

    Gutskirche DöbbelinDas kleine Straßendorf Döbbelin wurde 1160 erstmals erwähnt. Die Familie von Bismarck war nachweislich seit 1344 im Besitz eines Teiles des Ortes. Der Ort zählt 115 Einwohnende (Stand: 31.12.2016).

    Sehenswert sind das Schloss Döbbelin und der dazugehörige Schlosspark. Das Schloss ist seit 19 Generationen der Sitz der Familie von Bismarck und somit der älteste Familienbesitz des altmärkischen Adelsgeschlechts.

    Die Kirche von Döbbelin, ein zweiteiliger Findlingsbau, wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Unter dem Kirchenturm befindet sich die Gruft der Familie derer von Bismarck.

    Ortsteil Tornau

    Bockwindmühle TornauTornau, ebenfalls ein typisches Straßendorf, wurde im Jahre 1238 unter dem Namen "tornow" erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes lässt sich aus dem Slawischen ableiten und ist mit "Dornbusch" zu übersetzen. Tornau verzeichnet 127 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Einen Blickfang stellt die Bockwindmühle dar. Diese wurde im Jahre 1238 aus Holz gefertigt und ist auch heute noch voll funktionstüchtig. Das drehbare Gehäuse der Mühle ruht auf einem Bock. Die einzigartige Windmühle wurde 1985 rekonstruiert und zählt zu den schönsten technischen Denkmälern der Altmark. Die Bockwindmühle in Tornau wurde in den Jahren 2003-2005 aufwendig saniert.

    In Tornau befindet sich eine sehr ansehnliche, klassizistische Kirche. Sie wurde im Jahre 1836 erbaut und hebt sich durch ihre Bauweise klar von den altmärkischen Feld- und Backsteinkirchen im Landkreis ab.

    Vereine wie der FC Insel, der Heimatverein Tornau sowie die Fördervereine der Freiwilligen Feuerwehren Insel und Döbbelin gestalten die Freizeit vieler Einwohner/-innen. So findet beispielsweise regelmäßig zu Pfingsten das Mühlenfest in Tornau statt.

    Ortsteil-Büro: zur Zeit nicht besetzt. Wenden Sie sich bitte an Hanstestadt Stendal, Ortschaftsangelegenheiten, Markt 1, 39576 Hansestadt Stendal oder Tel.: 03931 65-1361 oder E-Mail: stadt@stendal.de

    Ortsbürgermeister: zur Zeit vakant

  8. Ortschaft Jarchau

    Kirche Jarchau

    Am 01.01.2005 wurde Jarchau eingemeindet. Die Einwohnerzahl beträgt 479 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    1870 ergab die erste Bürgerzählung 194 Einwohner/innen. Ein Rittergut und Kossatenhöfe prägten im Einklang mit der Kirche das Dorfbild.

    Nach der Wiedervereinigung entstanden zwei Eigenheimsiedlungen und Lückenbebauungen, aufgrund dessen die Einwohnerzahlen stark anstiegen.

    Jarchau ist ein junger Ortsteil. Die Kindertagesstätte, komplett modernisiert, ist voll ausgelastet, der Jugendclub rege besucht, der SV Jarchau 99 e.V. der mit seinen Sportarten Fußball, Kegeln, Gymnastik und Line-Dance über 80 Mitglieder zählt und auch die Jugendwehr kann sich über Nachwuchs nicht beklagen. 20 % der Einwohner/innen sind Kinder und Jugendliche.

    Durch das Dorferneuerungsprogramm wird die Infrastruktur unseres Ortes wesentlich verbessert; im Vordergrund hierbei steht der komplette Straßenbau einschließlich Abwasserinstallation. Aber auch Gebäude und Freizeiteinrichtungen wie der Sportplatz und die Teich- und Parkanlage bekommen ein neues Gesicht. Es hat sich bisher in Jarchau viel getan und es ist noch vieles zu tun.

    Im Jahr 2009 ist der Radweg von Jarchau nach Stendal fertiggestellt und eingeweiht worden.

    Ortschaftszentrum und Ortschaftsbüro: OT Jarchau, Jarchauer Dorfstraße 4, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 217059

    Ortsbürgermeister: Herr Heinz-Jürgen Twartz, OT Jarchau, Bauernstraße 18, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 257399

  9. Ortschaft Möringen

    Kirche Möringen

    Möringen wurde 1201 als "morunge" erstmals urkundlich erwähnt, obwohl der Ort mit Sicherheit viel älter ist. Dem Namen nach ist Möringen eine am "Moor" der vorbeifließenden Uchte gelegene Siedlung. Gegründet wurde der Ort von süddeutschen Einwanderern. Im Jahre 1268 wurde erstmalig über einen Ritter Namens "morunge" berichtet. In Möringen und Klein Möringen leben 658 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Möringen

    Die Dorfstraße in Möringen ist durch Vier-Seiten-Höfe gekennzeichnet. Durch Möringen verläuft die "Alte Heer-Straße", auf welcher Napoleons Truppen durch den Ort marschierten. Beweis für die Existenz der "Alten Heer-Straße" ist ein alter Postmeilenstein.

    Ein besonderer Blickfang im Ort ist die spätromanische Feldsteinkirche St. Leonhard. Hierbei handelt es sich um eine der stilechtesten und schönsten Feldsteinkirchen der Altmark. Die Kirche wurde von 1125 - 1150 erbaut. Zusammen mit der Findlingsmauer des Friedhofes bildet die Kirche eine fast vollständig erhaltene romanische Anlage. In ihrem Turm beherbergt die Kirche eine der ältesten Glocken der Altmark.

    Sehenswert ist weiterhin das Sühnekreuz, das wahrscheinlich um 1335 entstand.

    Der Bau der ersten Schule erfolgte 1907, wobei die Einweihung ein Jahr darauf stattfand. Kurz nach dem Bau des neuen Schulgebäudes im Jahr 1974 zog die Kindertagesstätte "Kinderland" in das alte Schulgebäude ein. Hier werden Kinder im Alter zwischen 0 und 6 Jahren betreut.

    In Möringen finden sich viele Vereine, die die Freizeit der Einwohner gestalten. Erwähnenswert ist hierbei nicht nur der Möringer Sportverein, sondern auch der Schützenverein Möringen/Altmark, der Glockenförderverein St. Leonhard sowie der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr. Nicht zu vergessen ist außerdem die Möringer Frauensportgruppe, die bereits auf ein 20-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

    Derzeit leben in Möringen 559 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Klein Möringen

    Kirche Klein MöringenKlein Möringen, ebenfalls gekennzeichnet durch Vier-Seiten-Höfe, soll ursprünglich eine slawische Siedlung gewesen sein. In Klein Möringen leben 99 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    In Klein Möringen befindet sich eine neoromanische Feldsteinkirche. Diese wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Das Backsteinportal und die mit wunderschönen Details gestaltete Innenausstattung der Kirche lassen viel aus der bewegten Geschichte der "Alten Mark" erkennen. Auf der Nordseite an der Kirchenwand unterhalb des Turmes ist der Verputz des Findlingsmauerwerkes noch weitgehend erhalten und lässt erahnen, dass zur Zeit der Erbauung von den Feldsteinen nichts bzw. nur sehr wenig sichtbar gewesen ist.

    Ortsteil-Büro: OT Möringen, Gartenstraße 1, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 039329 251, Sprechzeiten: individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeister: Frau Christina Jacobs

  10. Ortschaft Nahrstedt

    Kirche Nahrstedt

    Nahrstedt, ein typisches Straßendorf, liegt in der Uchteniederung etwa 12 Kilometer vor den Toren Stendals. Heute hat der Ort 281 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Der Ort wurde im Jahre 1209 unter dem Namen "nordstede" (= "Siedlung im Norden") erstmals urkundlich erwähnt. Es wurde jedoch nachgewiesen, dass Nahrstedt bereits vor Christus besiedelt gewesen ist. Dies beweisen Funde aus der Stein- und Bronzezeit, so z.B. ein Steinbeil, Siedlungsreste und Überreste von Brandbestattungen.

    Nahrstedt war ursprünglich ein Rittergut, das bis 1655 im Besitz der Familie von Gohre war.

    Der 1893 auf dem Gelände des Gutes erbaute Kuhstall existiert noch heute und steht unter Denkmalschutz. Im Jahr 2003 wurde damit begonnen, einen großen Teil des einstigen Gutshofes abzureißen, da dieser seit langem leer stand und zunehmend verfiel. Die Abrissarbeiten wurden nicht nur aus Eigenmitteln der Gemeinde, sondern auch aus Mitteln des Dorferneuerungsprogramms finanziert. Nach dem Abriss wurde die Fläche erschlossen und ist nun als Bauland ausgewiesen.

    Freiherr von Cramm, der letzte in Nahrstedt lebende Besitzer des Gutes, starb 1930 in Nahrstedt und wurde auf dem Dorffriedhof beigesetzt.

    Sehenswert ist die romanische Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, deren Westturm als Gruft genutzt wird. Die auf dem Dorffriedhof gelegene Kirche ist von einer Findlingsmauer aus Feldsteinen umgeben.

    In Nahrstedt befindet sich seit 1935/36 ein Kindergarten. Heute ist die Kita "Sonnenschein" in privater Hand.

    Im Ort kann man auch einen Jugendclub finden. Im Jahr 2008 wurde damit begonnen, diesen über das Dorferneuerungsprogramm zu sanieren.

    Vereine wie der Reit- und Fahrverein und die Frauensportgruppe prägen mit ihren Veranstaltungen das kulturelle Leben im Dorf. So finden auf dem Sportplatz in Nahrstedt jährlich das traditionelle Osterfeuer und am Tag der Deutschen Einheit das Herbstfeuer statt.

    Tel.: 039329 41429, Sprechzeiten: individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeister: Herr Wilhelm Jacob

  11. Ortschaft Staats

    Wassermühle Staats

    Staats, zwischen Stendal und Gardelegen unweit der B188 gelegen, hat 230 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016). Im 13. Jahrhundert wurden im Gebiet der heutigen Gemarkung Staats zwei Orte erwähnt: "Vethene" und "Staats". Die genaue Lage des Dorfes "Vethene" ist heute nicht mehr bekannt, jedoch kann man noch Hinweise auf die Lage finden. Der Ort muss schon 1251 wüst gewesen sein. Staats, ein typisches Pfarrdorf, wurde im Jahre 1254 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name ist deutschen Ursprungs und kann abgeleitet werden "stado" (= Viehtrift) beziehungsweise "stata" (= Steig, Fußweg).

    Im Jahre 1254 verschenkte Markgraf Otto unter anderem das Dorf Stazcits mit allem Zubehör an das Kloster Neuendorf. Dies geschah auf Wunsch der bisherigen Lehnträger. Weiterhin findet sich Statyzt im Bestätigungsbrief der Markgrafen Johann II, Otto IV und Konrad von 1278. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort weitestgehend verschont.

    Im Oktober 1890 brach in Staats gegen Abend ein großer Brand aus. Das Feuer breitete sich schnell über die meist strohgedeckten Häuser aus. Insgesamt wurden 36 Häuser zerstört. Die meisten Häuser sind aber wieder aufgebaut worden. Acht Jahre später wurde die Freiwillige Feuerwehr Staats - Börgitz gegründet.

    Ein besonderes Schmuckstück stellt die noch heute intakte Wassermühle dar. Sie wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1980 wurde die Wassermühle zum technischen Denkmal erklärt. Die heutige Bausubstanz stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert, wobei das Wasserrad 1986 neu aufgebaut wurde. Die Wassermühle wurde bis 1992 gewerblich genutzt.

    Der Bau der roten Backsteinkirche wurde 1880-1881 von dem Landrat Wilhelm von Kröcher in Auftrag gegeben. Die Ausstattung, die Fenster und das Gestühl des dreiteiligen Backsteinbaus stammen aus der Erbauerzeit. Vor 1880 konnte man in Staats einen einteiligen Findlingsbau mit einem aufgesetzten achteckigen Fachwerkturm finden. Diese Kirche wurde jedoch zu klein und war außerdem baufällig. Daher wurde sie abgerissen.

    Mitten auf dem Dorfplatz stehen ein Kriegerdenkmal aus dem 1. Weltkrieg und eine Friedenseiche. Letztere wurde am 23.07.1871 von heimgekehrten Kriegern gepflanzt.

    Sehenswert ist aber auch die Staatser Bauernheide am Rande der Colbitz-Letzlinger Heide.

    Die Einwohner/innen von Staats pflegen ein reges Vereinsleben. So gibt es hier nicht nur den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, sondern auch einen Radfahrverein und einen Schützenverein. Der Schützenverein veranstaltet regelmäßig ein Tontaubenschießen und jährlich ein Schützenfest. Sehr berühmt ist auch das hier stattfindende Heideschießen.

    Auf Initiative der Kirche wurde in Staats bis vor kurzem eine alte Scheune zum Jugendclub umgebaut. Bei dem Umbau halfen die Jugendlichen des Ortes mit. Die offizielle Einweihung des "Staats-Palastes" erfolgte am 04.04.2009.

    Ortsteil-Büro: zur Zeit nicht besetzt. Wenden Sie sich bitte an Hanstestadt Stendal, Ortschaftsangelegenheiten, Markt 1, 39576 Hansestadt Stendal oder Tel.: 03931 65-1361 oder E-Mail: stadt@stendal.de

    Ortsbürgermeister: zur Zeit vakant

  12. Ortschaft Staffelde

    Dorfgemeinschaftshaus Staffelde

    Seit dem 01.01.1998 gehört der Ortsteil Staffelde/Arnim, unmittelbar am Stendaler Stadtforst gelegen zur Stadt Stendal. 307 Einwohner (Stand: 31.12.2016) sind in Staffelde und Arnim zu Hause.

    In den letzten Jahren ist das neue Feuerwehrhaus in Arnim entstanden. In der ehemaligen Staffelder Bauernscheune (Gemeindezentrum) befindet sich ein Versammlungsraum, ein großer Veranstaltungsraum für kulturelle Nutzung (auch zur Vermietung) und ein modernes Gemeindebüro.

    Vereine, wie der der Sportverein "Grün - Weiß - Staffelde" und die Feuerwehr mit ihren Fördervereinen, tragen zur Bereicherung des kulturellen Lebens bei.

    Ortsteil Staffelde

    Das Kirchdorf Staffelde ist einer der letzten Orte, welche zur Vogtei Arneburg gehörte.

    Der Name wurde erstmals 1208 urkundlich erwähnt. Am nördlichen Ende, wo die Kirche, die Pfarrei, die ehemalige Schule, bzw. auch der ehemalige "Krug" liegen, gabelt sich die Straße östlich nach Storkau und westlich nach Armin.

    Von historischer Bedeutung ist die Bockwindmühle von 1653, die dreihundert Jahre später eingestürzt ist. Ihre Flügel ließen interessante Innenschriften erkennen. Der Mühlenberg, welcher dem Besucher eine schöne Aussicht ermöglicht, verdankt seinen Namen dieser Mühle.

    Die Staffelder Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie ist ihrer Bauweise nach eine der schönsten aus Findlingsgranit erbauten Dorfkirchen der Landschaft. Außerdem gehört sie zu den sieben "verkehrten Kirchen" der Altmark, also ein Bau, dessen Glockenturm über dem östlichen Teil des dazugehörenden Gebäudes steht.

    In Staffelde leben 169 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Arnim

    Kirche ArnimArnim, vermutlich der Stammsitz der bekannten Familie von Arnim, ist ein typisches Straßendorf, dessen Gehöfte beiderseits der nord-südlich verlaufenden Dorfstraße liegen. Nur wenige Gebäude lassen noch den thüringischen Fachwerkbau der Ostaltmark erkennen. Aus dem 18. Jahrhundert sind noch drei der Kolonialhäuser vorhanden.
    Am Ende des Dorfes liegen die Kirche und das Rittergut.

    Das ursprüngliche Arnimer Schloss wurde 1937/38 umgebaut und ist heute im Privatbesitz.
    Der Ort Arnim wurde erstmals in der Urkunde des Markgrafen Albrecht II. im Jahre 1204 erwähnt.

    Auch in Arnim existiert eine Ferienwohnung, die gebucht werden kann.

    In Arnim leben 138 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil-Zentrum: OT Staffelde, Storkauer Straße 10, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 712022,
    E-Mail: stadt@stendal.de, Ortsbürgermeisterin: Frau Ute Matthies, OT Arnim, Arnimer Dorfstraße 29, 39576 Hansestadt Stendal
    Tel.: 03931 711986 oder Tel.: 03931 714845

  13. Ortschaft Uchtspringe

    Uchtequellen

    Uchtspringe liegt am Südwestrand des Landkreises Stendal und grenzt an die Colbitz-Letzlinger Heide. Uchtspringe verdankt seinen Namen der im Ort befindlichen Quelle der Uchte. Durch den Bahnhof an der Strecke Hannover - Berlin, aber auch durch die parallel zur Bahnstrecke verlaufende B188, ist Uchtspringe gut zu erreichen. In Uchtspringe mit seinen Ortsteilen leben 1.231 Einwohner/innen. (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Uchtspringe

    Die Gründung des Ortes Uchtspringe im Jahre 1903 hängt unmittelbar mit dem Fachklinikum zusammen. Die 1894 eingeweihte "Provinzial-, Heil- und Pflegeanstalt" Uchtspringe und der 1909 gegründete Ortsteil Wilhelmshof vereinigten sich erst im 20. Jahrhundert mit dem 1278 erstmals urkundlich erwähnten Ortsteil Börgitz, einer slawischen Ortsgründung, zum heutigen Uchtspringe.

    Vor der Gründung der Nervenheilanstalt durch den preußischen Staat hieß Uchtspringe Modderkuhl und war ein Mühlengut, das seit dem 16. Jahrhundert im Besitz einer Müller- und Mühlenbauerfamilie war. Die enge Verbindung zwischen dem Ortsteil Uchtspringe und dem Klinikum spiegelt sich auch im Wappen und in der Flagge des Ortsteiles wider.

    Vereine wie der SV "Medizin" Uchtspringe e.V., die Landwehrschützen U.S.B. Altmark e.V., der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr e.V., der Förderverein für Psychiatrie in Geschichte und Gegenwart e.V. und der Angelverein tragen mit ihren Veranstaltungen zur Bereicherung des kulturellen Lebens bei. So finden im Ortsteil beispielsweise jährlich wiederkehrende Feste wie das Osterfeuer, der Tanz in den Mai, das Maibaumaufstellen, der Heidelauf und das Schützenfest statt.

    Uchtspringe ist durch die villenartigen Backsteingebäude des Fachklinikums geprägt. Zu diesen Gebäuden zählt auch der an das Klinikum angegliederte Kindergarten "Bienenkörbchen". Gegenüber vom Kindergarten befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Uchtspringe.

    Auf dem Klinikgelände ist eine wunderschöne dreiteilige, neogotische Backsteinkirche. Sie wurde im Jahre 1899 errichtet.

    In Uchtspringe ist auch das Hofgut der Lebenshilfe für Behinderte e.V. angesiedelt. Hier werden die auf dem Gut gefertigten Erzeugnisse, wie z.B. altmarktypische Wurstwaren sowie Floristik- und Kunsthandwerk, angeboten.

    Sehenswert ist auch das Quellgebiet der Uchte. Es besteht aus einem Labyrinth aus über 70 Quellen und stellt ein Erholungsparadies dar. Erwähnenswert ist ebenfalls das als Flächendenkmal ausgewiesene Hochmoor "Schäferwald".

    Weiterhin kann man in Uchtspringe auf dem Kiesberg ein Denkmal für die Opfer des Faschismus finden. Auf dem Klinikgelände erinnert ein Gedenkstein an die Opfer der Euthanasie.

    Derzeit leben in Uchtspringe 682 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Börgitz

    Börgitz HeimatstubeBörgitz war vor dem Bau des Klinikums ein landwirtschaftlich geprägter Ort mit einer Walk- und Wassermühle. Dies veränderte sich jedoch im Laufe der Zeit. Heute arbeiten viele Börgitzer Bewohner/innen im Fachklinikum. In Börgitz leben 418 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Einen Blickfang stellt die Heimatstube in Börgitz dar. Hier wird mit Hilfe von Schriftstücken und Bildern die Entstehung der Gemeinde Uchtspringe aufgezeigt.

    Die unter Denkmalschutz stehende Wohnsiedlung "Wilhelmseiche" ist ebenfalls sehenswert. Hierbei handelt es sich um im Auftrag der Landesheilanstalt errichtete Backsteinbauten für die Pfleger der Klinik.

    Auch in Börgitz befinden sich Denkmäler in Gedenken an die Kriege. So wurde hier beispielsweise zum Kriegsende im Jahre 1871 an der Dorfstraße eine Friedenseiche gepflanzt. Weiterhin kann man in Börgitz ein Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges finden.

    In Börgitz befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Die alte Schule wurde 1888 erbaut, der neue Schulkomplex entstand 1956. Nach einem Umbau wurde 2006 die neue Grundschule eingeweiht. Die Kita "Uchtespatzen" zog nach dem Umbau der neuen Grundschule in das Gebäude der alten Grundschule ein. 2007 wurde das neue Kinderzentrum auf dem Grundschulegelände eingeweiht. Hier werden Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut.

    Eine Besonderheit in Börgitz ist die traditionelle Verbundenheit mit der Nachbargemeinde Staats. Dies lässt sich unter anderem an der gemeinsamen Feuerwehr der beiden Orte erkennen.

    Ortsteil Wilhelmshof

    Wilhelmshof TöpferwerkstattIn Wilhelmshof befindet sich das Diakonische Werk. Neben der Einrichtung der Behindertenhilfe gibt es hier auch eine christlich sozial-therapeutische Einrichtung für Alkoholabhängige und ein Seminar- und Gästehaus. Wilhelmshof hat 131 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Bei den in regelmäßigen Abständen stattfindenden Hofverkäufen kann man wunderschöne handgefertigte Tonwaren und vieles mehr erwerben.

    An der ehemaligen Straße zwischen Gardelegen und Stendal, im Forst nahe Wilhelmshof, befindet sich ein achteckiger Postmeilenstein. Dieser war ehemals als Wegmarkierung gedacht und liegt an der Landkreisgrenze. An der napoleonischen Heerstraße, unweit des achteckigen Postmeilensteins und im Forst bei Wilhelmshof gelegen, kann man einen fünfeckigen Stein finden. Er zeigt die kürzeste Ost-West-Verbindung und diente ebenfalls als Wegmarkierung.


    Ortsteil-Büro: OT Börgitz, Volgfelder Straße 14, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 039325 97536

    Sprechzeiten: donnerstags von 17.00 - 18.00 Uhr, Ortsbürgermeister: Herr Siegmund Löser

  14. Ortschaft Uenglingen

    Kirche Uenglingen

    Uenglingen, ein unweit von Stendal gelegenes Haufendorf, hat heute 853 Einwohner (31.12.2016). Der Name des Ortes ist schwäbischen Ursprungs und bedeutet "Sippe (Sitz) des Ingil".

    Uenglingen wurde im Jahre 1238 erstmals urkundlich erwähnt. Damals besaß Graf Siegfried von Osterburg die Hälfte des Dorfes ungelinge iuxta Steindal (Uenglingen jenseits von Stendal) vom Sankt Ludgerikloster in Helmstedt zu Lehn.

    Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die aus dem 12. Jahrhundert stammende dreiteilige romanische Feldsteinkirche mit Gruftanbau. In der Kirche befinden sich ein gotischer Taufstein, der im Jahre 1465 gefertigt wurde, sowie ein Kanzelaltar von 1709/10. Auch die prachtvolle Innenmalerei der Kirche ist bewundernswert.

    Erwähnenswert ist auch das auf dem Friedhof befindliche Denkmal für die 9 gefallenen Soldaten Uenglingens während des 1. Weltkrieges. Dieses Kriegerdenkmal wurde auf den Wunsch von Pfarrer Heine aus Uenglingen errichtet, der auch den Entwurf für das Denkmal fertigte.

    Neben dem gerade genannten Denkmal kann man auf dem Ortsfriedhof auch eine Gedenkstätte für drei namentlich unbekannte Polen finden. Sie wurden während des 2. Weltkrieges als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt und sind bei einem Bombenangriff im Uenglinger Wald umgekommen. Unter ihnen befand sich auch eine Frau.

    Das in Uenglingen gelegene ehemalige Rittergut hatte im Laufe der Zeit mehrere Besitzer.

    Bei dem in Uenglingen befindlichen Herrenhaus handelt es sich um ein schlichtes zweistöckiges Putzgebäude mit gewalmtem Satteldach von 1800.

    Ebenfalls im Jahr 1800 erbaute die Gemeinde ein Spritzenhaus für die "Feuerwehr" und beschaffte eine Feuerwehrspritze. Die Kosten übernahmen zu je einem Drittel das Rittergut, die Gemeinde und die Kirche. Rund 30 Jahre später wurde ein Feuerlöschteich ausgehoben - der Dorfteich, der im Jahre 1940 wieder zugeschüttet wurde. Am 01.06.1902 wurde schließlich die Freiwillige Feuerwehr Uenglingen gegründet. Im Jahr 1999 erhielten die Florianjünger ein neues Domizil auf dem Gutshof; die Gemeinde hatte nämlich ein ehemaliges Kutscherhaus in ein Feuerwehrgerätehaus umbauen lassen. Eine umfangreiche Sanierung des Feuerwehrgerätehauses wurde in der Zeit von Herbst 2008 bis Frühjahr 2009 durchgeführt.

    Seit dem Jahr 1950 gibt es in Uenglingen die Kindertagesstätte "Spatzennest". Eine Besonderheit ist, dass die Kinder hier auf eine spielerische Art und Weise die englische Sprache erlernen.

    Vereine wie der SV "Victoria Uenglingen" e.V., der Landfrauenverein, die Line Dancer, die Schallmeienkapelle, die Seniorengruppe und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr tragen zur Bereicherung des kulturellen Lebens bei. Dies zeigt sich unter anderem in jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen wie dem Maifeuer, dem Dorf- und Sportfest, dem Drachenfest, dem Martinsumzug und dem Weihnachtsmarkt auf dem Hof der Familie Lessig/Matzke. Die Besonderheit des Drachenfestes ist, dass die Kindergartenkinder die Drachen für dieses Fest, die sie später durch die Lüfte fliegen lassen, immer selbst basteln.

    In Uenglingen lädt das Gasthaus "Zur Erholung" zum Verweilen und Übernachten ein.

    Ortsteil-Büro: OT Uenglingen, Unter den Linden 3, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 212130, Sprechzeiten: dienstags von 14.30 - 16.30 Uhr, freitags von 10.00 - 12.00 Uhr, ansonsten individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeisterin: Frau Harriet Tüngler

  15. Ortschaft Vinzelberg

    Wohnheim Vinzelberg

    Vinzelberg, an der B188 zwischen Stendal und Gardelegen im Süden der Altmark gelegen, hat 233 Einwohner (Stand: 31.12.2016).

    Der Ort wurde im Jahre 1006 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch wurden bei Schachtarbeiten innerhalb des Ortes wesentlich ältere Siedlungsreste entdeckt.

    Der Name Vinzelberg ist deutschen Ursprungs. Der Ort war Stammsitz der Familie derer von Vinzelberg, die bis 1375 hier lebte. Anschließend ging das Rittergut durch verschiedene Hände, bis es schließlich vom Landrat Friedrich Wilhelm von Kröcher erworben wurde.

    Eine Besonderheit des Ortes ist die im Jahr 2004 besiegelte Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Montbenoît.

    2007 begrüßten die Vinzelberger zahlreiche Gäste zu der 1000-Jahr-Feier ihrer Gemeinde. In diesem Zusammenhang wurde am Dorfeingang beim Dorfgemeinschaftshaus ein Denkmal für die Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewalt enthüllt.

    Ein Anziehungspunkt ist das Schloss Vinzelberg, ein ehemaliges Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert. Im Jahr 1991 erstrahlte das Schloss nach einer aufwendigen Sanierung in neuem Glanz. Das Gebäude wird jetzt von der Stiftung "Uhlebüll" als Wohnheim für behinderte Menschen genutzt und liegt am Rand eines großzügigen Parks mit herrlichen alten Bäumen.

    Sehenswert sind weiterhin der Gedenkstein bezüglich der Friedenspflanzung von 1871 und der auf dem Dorfplatz befindliche Jahrtausendstein.

    Vinzelberg hat im Laufe der Zeit nachweislich drei verschiedene Kirchen gehabt. Das erste Gotteshaus war eine Holzkirche, die bei der Einführung des Christentums erbaut wurde. Hierbei handelte es sich um einen rohen Bedarfsbau, der im Blockverband aus ganzen Stämmen hergestellt wurde. Etwa in der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Holzkirche durch einen romanischen Findlingsbau ersetzt. Dieser diente dem Ort über 700 Jahre als Gotteshaus. Heute befindet sich in Vinzelberg eine neoromanische Backsteinkirche im Rundbogenstil. Sie wurde in den Jahren 1866 - 1867 im Auftrag des Landrates Wilhelm von Kröcher als Erbbegräbnis auf dem Fundament der alten Feldsteinkirche errichtet. Der Grundriss der Kirche ist dreiteilig.

    Dank Vereinen wie dem Reit- und Fahrverein Vinzelberg e.V., dem Kleintierzuchtverein und dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr e.V. pflegen die Einwohner/innen von Vinzelberg ein reges und vielfältiges Vereinsleben. Dies zeigt sich in jährlich wiederkehrenden Festen, zu denen unter anderem das Weihnachtsbaumverbrennen und das Maibaumaufstellen gehören.

    Ortsteil-Büro: OT Vinzelberg, Vinzelberger Straße 2, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 039325 97619, Fax: 039325 97805

    Sprechzeiten: freitags von 16.00 - 17.00 Uhr

    Ortsbürgermeister: Herr Hans-Jürgen Köhn

  16. Ortschaft Volgfelde

    Kirche Volgfelde

    Volgfelde, zwischen Börgitz und Vinzelberg gelegen, ist ein typisches Bauerndorf.
    Der Ort wurde im Jahre 1191 unter dem Namen Folgfelde, was soviel bedeutet wie "Volk im Felde", erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gehörte die Gemeinde dem Kloster Neuendorf.

    Heute leben hier 158 Menschen (Stand: 31.12.2016).

    Die Straße nach Börgitz ist eine Ahorn-Allee, deren Bäume ca. 1828 - 1830 gepflanzt wurden.

    Hübsch anzusehen ist der fast lückenlose Saum alter Rotdornbäume entlang der Dorfstraße in Volgfelde. In der Dorfstraße kann man ebenfalls ein aus Naturstein gefertigtes Kriegerdenkmal bewundern. Es wurde im Jahr 1922 errichtet und sollte zunächst an die Gefallenen des Dorfes im 1. Weltkrieg erinnern. Nach einer Restauration 1993 wurde ein zweiter Stein mit den Namen der Gefallenen des 2. Weltkrieges aufgestellt.

    In der Ortsmitte befindet sich eine Feldsteinkirche. Sie war ursprünglich ein spätromanischer Findlingsbau aus dem 13. Jahrhundert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der gesamte Bau stark verändert.

    Bei Bauarbeiten auf dem ehemaligen Ziegeleigelände in Volgfelde wurden im Juni 1961 alte Urnen zu Tage gefördert. Der damalige Direktor des Kreisheimatmuseums stellte fest, dass die Bauarbeiter einen Begräbnisplatz aus der jüngeren Bronzezeit (ca. 1000 - 800 v. Chr.) gefunden hatten.

    Im Juli 1997 wurde das neu errichtete Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. In diesem Gebäude befindet sich neben den Büros der Ortsbürgermeisterin und des Ortswehrleiters auch ein großer Raum, der für Veranstaltungen gemietet werden kann.

    Unweit des Dorfgemeinschaftshauses kann man einen großen Findlingsstein entdecken. Hierbei handelt es sich um einen "Stein der Besinnlichkeit", der bei dem Bau der ICE-Strecke Hannover - Berlin nahe der Ortslage gefunden wurde. Anlässlich der Jahrtausendwende wurde in diesen Stein das Gründungsjahr des Ortes eingraviert, nachdem er unter einigen Schwierigkeiten an seinen jetzigen Standort transportiert wurde.

    Wer nach Volgfelde kommt, kann auch die unter Naturschutz stehende Orchideenwiese bewundern. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ortschaft. Hier blühen im Mai etliche wilde Orchideen.

    Die beiden Vereine des Ortes, der Landfrauenverein und der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr e.V., gestalten durch ihre traditionell stattfindenden Veranstaltungen, wie z.B. das Maibaumaufstellen und das Dorffest, die Freizeit vieler Einwohner/-innen.

    Ortsteil-Büro: OT Volgfelde, Deetzer Warther Weg 5, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 039325 21257, Sprechzeiten: montags von 16.00 - 17.00 Uhr

    Ortsbürgermeisterin: Frau Karin Langnese

  17. Ortschaft Wahrburg

    Kirche Wahrburg

    In naturnaher Lage, in der idyllischen Uchteniederung, liegt Wahrburg. Der 1339 erstmals urkundlich erwähnte Ort wurde 1953 nach Stendal eingemeindet und hat heute ca. 1.164 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Wahrburg besaß früher ein kleines Rittergut, dessen herrlicher Park auch heute noch zu Spaziergängen einlädt.

    Besonders sehenswert ist auch die Kirche, die vermutlich bis in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückgeht und deren heutiges Aussehen auf einem Umbau von 1725 bis 1727 basiert. Nicht weit von der Kirche entfernt, etwa 300 m südlich des Ortes, liegt an einem alten Uchteübergang ein frühgeschichtlicher Burgwall, der heute als Kleingartenanlage genutzt wird. Eine weitere Sehenswürdigkeit Wahrburgs ist das aus der Nachkriegszeit stammende Lehmhaus. Es wurde 1949 im Zuge der Bodenreform in Lehmstampfbauweise erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Der örtliche Lehmhausverein hat sich zur Aufgabe gestellt, das geschützte Haus zu erhalten, welches 2009 - 60 Jahre alt wurde.

    Die Wahrburger pflegen ein sehr reges und vielfältiges Vereinsleben. So veranstaltet die Wahrburger Bürgerinitiative alljährlich zum 01. Mai einen Lampionumzug mit anschließendem Maifeuer und am letzten September-Wochenende das immer sehr gut besuchte Erntedankfest. Eine tragende Rolle im kulturellen Leben des Dorfes spielen auch der Sportverein "TuS Siegfried 09 Wahrburg" mit seinen Fußballern und einer starken Schach-Abteilung, die örtliche Gruppe der Volkssolidarität, der Wahrburger Carnevalsclub (WCC) mit seinen diversen Veranstaltungen, die Freiwillige Feuerwehr und der Angelverein, deren Mitglieder die Wahrburger Tonkuhle pflegen.

    Unterstützt durch das Dorferneuerungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt fanden vielfältige örtliche und private Sanierungsmaßnahmen statt; wie die Sanierung der Feuerwache oder der Umbau der alten Schule zu Wohnzwecken.

    In den letzten Jahren wurde das Dorfgebiet durch Lückenbebauungen und neue Wohnanlagen baulich abgerundet. Allein im westlichen Teil des Ortes, dem Braunland, entstanden etwa 15 Eigenheime.

    Erwähnenswert ist auch der im Jahr 2000 abgeschlossene Neubau der Wahrburger Kindereinrichtung, welcher von der Gestaltung und Ausstattung beispielhaft ist.

    Ortsbürgermeisterin: Frau Carola Radtke, OT Wahrburg, Braunland 4, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 03931 412559

    E-Mail: stadt@stendal.de

  18. Ortschaft Wittenmoor

    Wittenmoor Gutspark mit Herrenhaus

    Ortsteil Wittenmoor

    Umgeben von Wäldern und großen Acker- und Wiesenflächen liegt Wittenmoor am Rande der Colbitz-Letzlinger Heide. Heute leben in Wittenmoor und Vollenschier 226 Menschen (Stand: 31.12.2016).

    Vereine wie der SV "Eintracht" Wittenmoor e.V., der Förderverein "Vollenschierer Kirche" e.V., der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr e.V. und die Ortsgruppe der Volkssolidarität prägen mit ihren Veranstaltungen das kulturelle Leben des Ortes. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Veranstaltungen des Fördervereins "Vollenschierer Kirche".

    Wittenmoor ist im Halbkreis um ein Hochmoor angelegt und wurde 1140 unter dem Namen "Widenmore" erstmals urkundlich erwähnt.

    Einen besonderen Blickfang stellt das direkt im Ortskern gelegene Naturschutzgebiet  "Am Fenn" dar. Hierbei handelt es sich um das in einer fast kreisrunden, kesselartigen Senke liegende Hochmoor.

    Nahe der Bushaltestelle in Wittenmoor erinnert ein Gedenkstein an die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges.

    Das in Wittenmoor befindliche Schloss wurde von 1856 bis 1915 für die Familie von Alvensleben erbaut. Eine Besichtigung ist leider nicht möglich, da sich das Schloss in Privatbesitz befindet.

    Sehenswert ist weiterhin der Taubenturm mit seinem achteckigen, geschieferten Spitzhelm. Er befindet sich auf dem Gutshof in Wittenmoor und ist der Überrest eines mittelalterlichen Wehrturms.

    Die neoromanische Backsteinkirche wurde im Jahre 1895 auf den Fundamenten der 1893 abgerissenen Feldsteinkirche neu errichtet.

    Derzeit leben in Wittenmoor 168 Einwohner/innen (Stand: 31.12.2016).

    Ortsteil Vollenschier

    Eingang Friedhof VollenschierDas ehemalige Gutsdorf Vollenschier wurde im Jahre 1251 erstmals urkundlich erwähnt. Von den Begriffen "Volenschere", "volmerschere" und "volensher" abstammend weist der Ortsname auf die lange in der Gegend betriebene Schafzucht hin. In Vollenschier leben 58 Einwohnende (Stand: 31.12.2016).

    In Vollenschier kann man eine wunderschöne neugotische Backsteinkirche bewundern. Der Sakralbau wurde nach den Plänen des berühmten Baurates Conrad Wilhelm Hase von 1875 bis 1878 im Auftrag der Familie von Kröcher gebaut. Die für den Bau der Kirche benötigten Backsteine wurden in der gutseigenen Ziegelei hergestellt. Außergewöhnlich ist auch, dass in der Kirche noch sämtliche Originalausstattungen vorhanden sind. Die Gutskirche wurde im Jahre 1992 zum Denkmal erklärt. Von 2001 bis 2009 wurde die Kirche sehr umfangreich saniert.

    Das ehemalige Wohnschloss der Familie von Kröcher mitsamt der Gutsanlage und den Stallungen in Vollenschier sind fast vollständig erhalten und ebenfalls sehenswert, wobei auch hier leider keine Besichtigung möglich ist.

    Ortsteil-Büro: OT Wittenmoor, Am Grünen Weg 4, 39576 Hansestadt Stendal, Tel.: 039325 97619, Sprechzeiten: individuell nach Absprache

    Ortsbürgermeisterin: Frau Karin Brandes